Rauhnächte - Was ist das?

Ja, die Rauhnächte - altes Wissen neu genutzt.

Der Name kommt vermutlich vom Räuchern und hieß ursprünglich Rauchnächte, hat sich aber zu wohl zu Rauhnächten gewandelt.

 

Uralt und lange in Vergessenheit geraten, erfahren sie in den letzten Jahren besonders im esoterischen Bereich neue Beachtung. 

Es sind die 12 Nächte von Weihnachten bis zum Dreikönigstag, die ich als Zeit "zwischen den Jahren" kenne. Sie haben Ihren Ursprung bei den alten Germanen und wurden dort als heilige Nächte angesehen, die entscheidend waren für das kommende Jahr. In diesen Nächten wurden verschiedene Rituale gelebt, die heute noch als Restbestand in unserer Silvesterknallerei (Vertreibung böser Geister) und Räucherei (Vertreibung schlechter Geister), im Bleigießen an Silvester (Vorhersagen fürs neue Jahr) und in Vorsätzen für das neue Jahr zu finden sind. 

 

Diese 12 Nächte lassen sich auch heute nutzen, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen und entsprechend zu reflektieren. Dabei können wir dann Erlebnisse und Erfahrungen reflektieren und verabschieden und für das neue Jahr entsprechend zur Planung nutzen. Das ganz ohne irgendwelchen esoterischen Hintergrund. Denn, wenn genau betrachtet, ist das ja auch in vielen Firmen üblich als wirtschaftliche Rückschau und entsprechende Zielplanung für das kommende Jahr, um Kräfte zu bündeln und Ziele erreichen zu können.

 

Warum sollen wir also nicht auch für unseren Alltag so verfahren? 

Das heißt ja nicht., dass wir während eines Jahres den Weg etwas ändern oder Ziele anders betrachten. Aber kennt Ihr es nicht auch z.B. für den Urlaub, dass Ihr Euch vorher überlegt, wohin geht es und was wollen wir dort unternehmen und erleben?

Das läßt uns dann die Zeit qualitativer nutzen. Und wenn an einem Tag dass Wetter für eine Planung ungünstig ist, dann tauschen wir diese Planung eben mit einem anderen Tag. Oder wenn uns etwas am Urlaubsort so gut gefällt, dann haben wir entweder noch ungeplante Tage dafür frei oder wir ersetzen eine andere Planung damit.

Genauso geht es eben auch mit den Überlegungen für das neue Jahr. Nicht festzementiert, sondern als eine Art Fahrtroute geplant. Es gibt immer auch andere Routen, die die ursprüngliche ersetzen oder ergänzen können.

 

So möchte ich Euch für die nächsten Tage bzw. Nächte eine kleine Route für die vergangenen und die kommenden 12 Monate an die Hand geben, weil ich finde, dass gerade in diesem Jahr die Zeit besonders gut dafür geeignet ist, zu schauen, was war, und zu sehen, was kommen soll und kann.

Und deshalb in den Nächten bzw. an den Abenden, weil es früher dunkel wird und wir in den Abendstunden uns eher Zeit nehmen können und unsere Gedanken zur Ruhe kommen, um über Dinge nachzudenken, die richtungsweisend für die kommenden Monate sein sollen.

Als Unterstützer nehmt eine schöne Beleuchtung (z.B. eine Kerze), etwas angenehmes zu trinken (Tee o.ä.), etwas Musik (wer mag) und eine Möglichkeit, etwas aufzuschreiben (kann auch eine Art Tagebuch sein), damit Ihr eine entsprechende Atmosphäre habt und wichtige Dinge in Erinnerung behaltet. Denn es kommen Überlegungen in Gang, die Ihr gerne nochmal in ein  paar Wochen nachlesen oder -denken möchtet, und dann habt Ihr sie aufgeschrieben zur Hand. ;-)

Außerdem kommt es vor, dass solche Rückschauen auch die nächtlichen Träume anschieben. Dann solltet Ihr, wenn Ihr mögt, ruhig diese Träume kurz notieren. Daraus wird dann ein interessantes Paket, das Euch für die nächsten Monate weiterbringen kann.

 

Das alles mit etwas Abstand betrachtet, läßt uns zu mehr innerer Einkehr und zu uns selbst finden - und das alles ohne esoterisch zu sein. 

Und vergeßt dabei nicht: Alles kann, nichts muß!

 

Ich wünsche Euch eine interessante und erfahrungsreiche Zeit mit Euch selbst und Erkenntnis Eurer Pläne und Wünsche!

Liebe Grüße Martina

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Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

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