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7. Rauhnacht 30./31.12. - Übergang

Diese Rauhnacht ist in ihrer Qualität dem Juli zugeordnet. Hochsommer! Die Zeit der Hitze und des Wachsens und Reifens. Voller Kraft aus der Natur.

Gleichzeitig ist aber auch in dieser Nacht der Jahreswechsel. Und wie es bei uns so üblich ist, passiert dies mit viel Krach und Getöse - beim Einen mehr, beim Anderen weniger - um die symbolischen Geister zu vertreiben. Der Neubeginn, der Übergang!

 

Jeder von uns gestaltet den Jahreswechsel auf seine Weise. Laut und mit vielen Menschen - außer in diesem Jahr - oder leise und nachdenklich im kleinen bis kleinsten Kreis. Und jeder von uns hat ein Recht auf diese eigene Art und Weise. 

Das Alte mit Knall loszulassen und froh darüber zu sein, dass es vergangen ist.

Oder es noch einmal zu betrachten und an das Gute und die Erlebnisse dankbar zurückzudenken.

Es ist vorbei und kommt nicht wieder - ein Teil unseres Lebens. Das kann gut wie schwierig sein. Und es lohnt sich auf alle Fälle noch einmal kurz zu erinnern. Wir schaffen damit Raum für Neues und bereiten uns darauf vor. Und das ist die Aufgabe dieser Rauhnacht. Abschied nehmen und Platz zu schaffen!

 

Als Ritual für die Silvestertag oder auch die -nacht kannst Du die Dinge, die Du gerne gehen läßt, aufschreiben und am Ende den Zettel vernichten - ob verbrennen oder zerreißen, ist Dir überlassen.

Aber auch die Dinge und Pläne, die Du für das neue Jahr hast, notieren in Deinem Heft der letzten Tage oder auf einen Zettel, den Du dann bis zum Ende des kommenden Jahres aufhebst, um resümieren zu können, was Du umsetzen konntest und was noch Zeit hat oder Du verworfen hast. Eben, um das Jahr noch ein mal kurz zu durchleben. Aus diesem alten Brauch sind die heute nur kurz anhaltenden Neujahrsvorsätze erwachsen, die leider eine ganz andere Qualität haben und meist nicht lange anhalten. Aber wir können es ja für uns zurück verändern!

 

Und die schönen Dinge bewahrst Du als Erinnerung, indem Du sie auch aufschreibst oder als Audio aufnimmst ob als Stichpunkte oder Geschichte und gibst ihnen einen besonderen Platz. Das kann eine Art Erinnerungsheft o.ä. sein, in dem Du nach Jahreszahlen Deine Erinnerungen aufhebst und sie von Zeit zu Zeit wieder anschaust oder Deinen Lieben zeigst. Ganz wie es für Dich gut und hilfreich ist. So bleiben wichtige Lebenserfahrungen für Dich erhalten und markieren dauerhaft die Jahre Deines Lebens. 

Das Ganze ist in einer Form des Tagebuches möglich, kann aber auch einen Audiostory, eine Collage oder Fotostory sein. Und über die Jahre gewöhnst Du Dir vielleicht an, nicht erst am Ende des Jahres ein Erinnerungsportfolio zu schaffen, sondern jedes Mal, wenn eine schöne  Situation passiert, wie einen Anker ein kleines Memo zu hinterlegen. 

So gewinnt der Silvestertag eine ganz eigene, schöne Qualität und Bedeutung. Und das Ritual, das Du Dir schaffst, läßt den Tag mit den Menschen , mit denen Du ihn erlebst, ganz eigen gestalten und erinnern.

 

Viel Freude und gutes Abschiednehmen vom alten Jahr und einen guten Start ins neue! 

Ganz liebe Grüße Martina

 

Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

Markelstr. 56,

12163 Berlin-Steglitz