11. Rauhnacht 03./04.01. - Wandel

Wir nähern uns dem Ende unserer Rauhnächte und diese 11. Nacht entspricht dem November. Ein Monat, den Viele fürchten, weil er eher trist und dunkel ist und den nahenden Winter ankündigt. Außerdem ist er der Totengedenkmonat und auch die Natur zeigt das, indem alles weniger Farbe zeigt und sich in sich zurückzieht. Zeit, die ursprünglich dazu gedacht war und ist, langsamer zu machen und sich zu besinnen - auf uns und unser Leben. 

 

Wie schon vor ein paar Tagen festgestellt, ist das einzig Verläßliche die Veränderung. Und auch so hat das Leben für uns immer wieder neue Aufgaben und Erfahrungen für uns parat. Und so haben wir die Wahl, mit dem ewigen Wechsel zu hadern oder uns voll Dankbarkeit diese als Lern- und Lehreinheiten anzunehmen. Nicht immer einfach, aber voller Bereicherung.

 

Je mehr Dir gelingt, Dein Leben in der Gegenwart zu leben und zu genießen, umso besser kannst Du mit diesen Veränderungen umgehen. Denn es wird Dir bewußt und bewußter, dass nach jedem Tief auch wieder ein Hoch kommt - kommen muß. Denn das ist das Gesetz der Abläufe, der Regelmäßigkeit, des Lebens. 

Was gestern war, ist vorbei! Was morgen kommt, wissen wir nicht, auch wenn wir es meinen! Es zählt das Hier und Jetzt, das Leben in der Gegenwart. Und je mehr Du die guten Dinge und Erfahrungen in der Gegenwart nutzen und genießen kannst, desto mehr hast Du, um in schwierigen Zeiten davon zu zehren und desto mehr Zeitqualität bleibt Dir in Deinem Leben. 

Das Bewusstsein des Wandels erinnert Dich in schweren Momenten, dass es vorbei geht und Du auch wieder gute Zeiten haben wirst. Und das bringt Dich dadurch, wie einen Kapitän auf rauer See. 

 

Abschied nehmen gehört ebenso zum Wandel. Und das bedeutet zum einen, die Toten, die uns hier verlassen haben, nochmal in unserer Erinnerung aufleben zu lassen und sie ganz dicht bei uns zu haben. Die geschieht mit Bildern und Gegenständen dieser geliebten Menschen, aber auch mit Erinnerungen, Musik und Erlebnissen, die wir mit ihnen gemeinsam hatten und die sie in uns weiterleben lassen. 

Gleichzeitig aber auch heißt es, die geliebten Menschen gehen zu lassen. Sie mit einem Ritual z.B. dem Entzünden einer Kerze gehen zu lassen, mit der Gewissheit, sie in unserem Herzen und unserer Erinnerung auf ewig bei uns zu haben. So können wir uns auch wieder unserem Leben und dessen Ablauf zuwenden und bei Bedarf diese Erinnerung hervorholen, um uns mit ihr zu trösten.

 

So gehört zur heutigen Rauhnacht und dem dazugehörigen Tag die Aufgabe, noch einmal zu erinnern, was Du gerne loslassen möchtest.

Was gibt es, was Du gehen lassen möchtest, damit Du Dich freier fühlst? Damit es Dich nicht weiter belastet?

Notiere Dir, was Dir einfällt, egal wie wichtig Du es findest oder wie kurz der Gedanke dazu auch ist. Und wenn Du alles gesammelt hast, dann vernichte auch diesen Zettel, um den Abschied zu versinnbildlichen und versuche dankbar zu sein. Dankbar für die Erfahrungen die Entwicklung, aber auch dankbar für das Loslassen.

 

Wie fühlt es sich an, wenn Du losläßt? Versuche es positiv zu spüren. 

Wo in Deinem Körper hast Du dieses Gefühl?

Wie kannst Du es beschreiben? Als Bild, Farbe, o.ä.

Gibt es einen Ton, eine Musik, die Dir dazu einfällt?

Oder fällt Dir ein Duft oder ein Geruch dazu ein?

 

Schreib Dir diese Antworten in Deine Notizen der letzten Tage und lies sie Dir immer mal wieder durch, wenn Du durch das neu angefangene Jahr gehst, damit Du Dich erinnerst, wie es sich anfühlt und es wiederkennst, wenn sich ähnliche Situationen ergeben. Eine gute Unterstützung, um auch im laufenden Jahr besser mit dem Wandel im  Alltag zurecht zu kommen.

 

Viel Erkenntnis und eine gute Zeit mit dem Loslassen! 

Ganz liebe Grüße Martina

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