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Das Becken

Guten Morgen, meine Lieben!

 

Es ist Mittwoch und Zeit für einen Artikel zum Thema Haltung & Bewegung!

 

Heute schreibe ich Euch zum Thema Becken und damit zusammenhängen Beckenboden.

Das Becken ist der Übergang zwischen Beinen und Rumpf und gleichzeitig auch der Beginn der Coregegend (Körpermitte). 

Hier haben die Beine ihr Ende und die Wirbelsäule ihren Anfang. So weit so gut!

 

Das Becken ist von innen ausgekleidet mit dem Beckenboden. Diese Muskelgruppe bildet die Basis und gibt unserem Körper in dieser Etage Stabilität. Seine Aufgaben sind, eine stabile Grundlage zu bilden, das Becken nach unten zu schließen und somit die 2 bzw. 3 Gänge (Blase, Darm und Scheidengang) nach außen dicht zu machen. 

Daher ist eben auch der Beckenboden dafür verantwortlich, dass wir Blase und Darm bewußt entleeren können oder deren Inhalte zurückhalten.

 

Je besser diese Muskelgruppe arbeitet und je bewußter wir sie ansteuern können, umso mehr Stabilität haben wir im Rumpf und umso mehr entlasten wir aber auch unsere Wirbelsäule. Denn diese Muskelplatte ist die ebenen, auf der die Wirbelsäule "tanzen" kann. Will heißen, je stabiler der Beckenboden ist, umso mehr kann die Muskulatur der Wirbelsäule für die Bewegungen eben dieser gebraucht werden und muß nicht zum Halten genutzt werden.

Die Wirbelsäule zu bewegen, ist eigentlich der Sinn der wirbelsäulenumgebenden Muskulatur. 

Doch da wir uns immer mehr in starren, unbeweglichen Positionen oder auch in den immer gleichen Bewegungsabläufen wiederfinden, wird die Bewegungsmuskulatur zur Haltemuskulatur. Und die eigentliche Haltemuskulatur, der Beckenboden, wird vernachlässigt und verkümmert schlimmstenfalls.

 

Wenn Ihr Euch anschaut, wieviel und verschieden Kinder sich bewegen, dann wird klar, warum diese einen guten Beckenboden haben. Aber auch, dass Kinder, die sich zunehmend wenig bewegen und z.B. vor dem Computer "geparkt" werden, schon in jungen Jahren einen schlechten Beckenboden entwicklen.

Der Mensch ist für Bewegung und Bewegungserfahrung gedacht und nicht für statische, einseitige Abläufe.

 

Je beweglicher das Becken, destobesser arbeitet normalerweise auch ein Beckenboden - und desto mehr auch sein Gegenspieler, die Bauchmuskulatur. 

Ihr seht, das alles hängt miteinander zusammen. Wie eine Art bewegliches Netz. Je mehr wir es in seiner Feinheit trainieren, umso mehr stützt und hält es uns. 

 

Dazu gehören die unterschiedlichsten Abläufe und (fast) alles, was man sich an Bewegung so vorstellen kann.

Keiner sagt allerdings, dass das einfach ist.

Ich finde es allerdings immer wieder faszinierend, wenn ich sehe, wie und was Kinder an Bewegung tagtäglich und die ganze Zeit leisten und vollführen.

Und noch viel faszinierender finde ich, dass wir das alle mal eine einem bestimmten Rahmen so gemacht haben und es mit zunehmendem Alter immer weniger wird.

Kinder müssen nichts dafür tun. Sie haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Erwachsene dagegen müssen sich diesen meist wieder erarbeiten. 

Laßt Euch das mal durch den Kopf gehen!

 

Alle, die bei mir schon zu Rückbildung, Aufbaukurs oder sonstiges Bewegungstraining / -schulung waren, wissen, wovon ich rede. Aber auch alle anderen können mit ein bißchen Überlegung nachvollziehen, was ich meine.

 

So schicke ich Euch heute mit ein bißchen mehr Bewegungsidee in den Tag und wünsche Euch eine gute Wochenmitte.

Bis Freitag! Liebe Grüße Martina

 

Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

Markelstr. 56,

12163 Berlin-Steglitz