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Die Wirbelsäule

Einen guten Mittwochmorgen!

 

Ich hoffe, Ihr kommt gut durch die Zeit und kommt mit dem Wetter klar?!

 

Heute ist wieder Knochenzeit! D.h. ich schreibe Euch weiter zum Thema Körper, Haltung, Bewegung.

Mein heutiges Thema ist die Wirbelsäule. Ein für mich wesentliches Thema. Denn wie oft habe ich Gespräche über die Haltung und ihre Auswirkung auf die Wirbelsäule und damit auf die Bewegung.

 

Die Wirbelsäule (WS) besteht aus drei bzw. vier Teilen: 

1. Das Kreuz- und das Steißbein - im Becken und am unteren Ende der Wirbelsäule - ist nur rudimentär ein teil der WS

2. Die Lendenwirbelsäule (LWS) - besteht aus 5 Wirbeln

3. Die Brustwirbelsäule (BWS) - hat 12 Wirbel

4. die Halswirbelsäule (HWS) - besteht aus 7 (manchmal tatsächlich auch 8) Wirbeln

Sie hat von der Seite gesehen eine doppelte S-Form, die für die Pufferung zuständig ist. Denn ohne diese Form würde jeder Schritt, jede Bewegung nur in die WS stauchen. 

Somit macht es auch keinen Sinn übermäßig "gerade" zu stehen oder zu sitzen, denn damit werden die Bögen rausgezogen und es kommt zu einer wesentlich höheren Belastung der Bandscheiben.

Auf die Frage wie denn dann die richtige Haltung ist, antworte ich immer, indem wir diesen normalen Bögen Rechnung tragen. Nicht krumm und hängend, aber leicht mit der Schwerkraft nachgebend. So arbeiten wir dann auch besser im Bauchmuskel- und hinteren Brustwirbelsäulenbereich.

 

Die einzelnen Teile der WS haben auch unterschiedliche Aufgaben.

Die LWS ist zuständig für Bewegung nach vorne und hinten des Beckens. Die HWS hat als Hauptaufgabe mehr die Drehbewegung und die HWS macht tatsächlich eine Mischung aus Drehung (oberer HWS-Bereich = 1. & 2. Wirbel) und Vor- und Rückbewegung.

Um diesen Richtungen genug Raum geben zu könne, braucht es allerdings auch eine homogene Muskelspannung der umgebenden Muskulatur. Und gerade dies ist ganz oft durch alltägliche Zwänge (Computer, wenig Bewegung, wenig Muskeltraining) nicht gegeben.

 

Und dann fangen viele an, Muskulatur zu trainieren und noch mehr zu trainieren. Doch die zu festen Muskeln, die typischerweise immer wieder arbeiten, werden vergessen und bleiben feste und fester. Denn wir brauchen auch ganz oft spannungssenkende Übungen. D.h. nicht Dehnung, sondern Spannungsenkung der zuviel arbeitenden Muskeln.

Und eine optimale Kombination aus Kräftigung und Spannungssenkung, macht dann eine gute Beweglichkeit in alle normalen Richtungen. Ein wesentlicher Teil unserer Bewegung, die Mobilität oder auch Mobility, die gerne von vielen Portalen und Fachleuten als Dehnung maßgedeutet werden. Das ist dann auch gerne mal der Grund, warum sich Bewegung und Schmerz nicht bessern. 

Also immer daran denken, dehnen ist nicht beweglich machen!

 

So, nun habt Ihr wieder etwas zu Eurem Körper gelesen und vielleicht auch gelernt.

Dann kommt gut durch Euren Tag! Bis Freitag!

Liebe Grüße Martina

Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

Markelstr. 56,

12163 Berlin-Steglitz