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Babys Entwicklung 5. Lebensmonat

Guten Morgen, Ihr Lieben!

 

Wieder Freitag und wieder ein neuer Artikel zu Babys Entwicklung im 1. Lebensjahr.

Heute schreibe ich Euch zum 5. Lebensmonat. Doch eines möchte ich noch dazu sagen, alles ist nur eine grobe Orientierung. D.h., dass die Entwicklungsschritte nicht auf den jeweiligen Monat festgelegt sein müssen. Sie können teilweise durchaus früher oder später erfolgen. Auch gemischte Abläufe, dass das eine Fürher und das andere tatsächlich später stattfindet, ist durchaus normal. Das wichtigste ist nur, dass es eine fortschreitende Entwicklung gibt, die sich kontinuierlich zeigt. 

 

Nun also zum 5. Lebensmonat!

Wenn Ihr zu dieser Zeit die Babys vergleicht mit den Bildern und den Erinnerungen aus der Anfangszeit, dann seht Ihr, dass da schon eine ganze Menge passiert ist. 

Ich meine dabei aber nicht, den Vergleich mit anderen Kindern oder in den Spielgruppen, sondern nur den Vergleich zum jeweiligen Baby in den vergangenen Wochen und Monaten. Alles andere ist unnötiger Wettbewerb und Streß - für alle!

 

In diesem Lebensmonat könnt Ihr genau beobachten, wie Euer Baby aus der Bauchlage schön deutlich aktiver ist. Es hebt den Kopf und ist sehr um Fortbewegung bemüht. D.h. nicht, dass es sich fortbewegt, sondern nur, dass es das seeeeehr gerne würde.

Davor steht eine Menge Arbeit (Muskel- und Haltetraining) und Geduld - von allen Seiten. ;-)

 

In der Bauchlage könnt Ihr schon deutlich sehen, wie es versucht zu drehen, evtl. schafft es das auch. Aber das ist echte Schwerstarbeit. Und auch wenn es das noch nicht kann, es wird kommen. 

Um das Baby dabei zu unterstützen, sollte es doch immer wieder einige Zeit auf der Spieldecke am Boden liegen, damit es üben kann. Denn genau wie b ei uns Erwachsenen wird Bewegung und Muskulatur nur besser, wenn man sie regelmäßig übt. Das braucht der Kopf mit seiner Steuerzentrale und das brauche die Muskel in ihren Abläufen.

 

Auch die Kopfkontrolle ist deutlich besser inzwischen, so dass es bei Lageveränderungen (vom Liegen hochnehmen, beim Drehen o.ä.) über eine inzwischen sehr gute Kopfkontrolle verfügt.

Und auch, wenn man ein Baby auf die Füße stellt - was sie übrigens lieben, weil sie inzwischen mehr beobachten und weiter sehen - läßt sich feststellen, dass es kurzfristig das eigene Körpergewicht übernimmt. Und auch in den Knien wippt, um diese Körperhaltung und die entsprechende Muskulatur zu üben.

 

Spielzeuge, die es jetzt registriert, werden mit Freude beobachtet und auch möglichst angefaßt. Dies ist natürlich am besten in der Rückenlage möglich, da es sich hier ausschließlich auf das Spielzeug konzentrieren kann und nicht noch mit dem Gleichgewicht beschäftigt ist.

Genauso kann es inzwischen viel besser mit den Augen fixieren und über einen längeren Zeitraum beobachten. Doch wenn dieses Interesse scheinbar nachläßt, dann hat es in diesem Alter auch noch mit der Ermüdung der Augenmuskeln zu tun. Denn auch diese müssen erst noch trainiert werden.

 

Jetzt kann das Baby auch schon besser auf Geräusche reagieren und deuten, woher sie kommen. Und auch den Unterschied in der Ansprache von anderen sowohl was Mimik als auch was Akustik betrifft, kann es qualitativ besser unterscheiden. d.h. es merkt inzwischen, ob es eher freundlich oder auch mal strenger angesprochen wird. Für uns ist das dann oft sichtbar in einem erschrockenen oder erstaunten Gesichtsausdruck. Aber ein wichtiges Zeichen für die Hirnentwicklung.

 

Genauso wie das Baby jetzt Sprache und Ansprache besser unterscheiden kann, entdeckt es für sich das Element der Sprache und versucht durch Lautäußerungen dies zu üben und einzusetzen. Und es übt für sich den Umgang mit der Motorik des Mundes und der Reaktion seines Umfeldes.

Allerdings gibt es auch hier Unterschiede. Manche Babies machen deutliche Sprünge und dies auch frühzeitig und andere brauchen länger und interessieren sich eher für Bewegung und ihr Umfeld.

All das ist normal und in Ordnung, denn jeder entwickelt sich nach seinem eigenen Bedürfnis.

 

Ihr seht, die Kleinen zu beobachten und ihre Entwicklung bewußt mitzubekommen und einzuordnen, läßt viele Unterschiede und Ergebnisse zu. Und trotzdem ist alles normal und gut.

 

Wenn Ihr Euch fragt, woher ich das alles weiß, dann kann ich sagen, dass das Erfahrungen meiner Berufszeit, aber auch mit meinen eigenen Kindern ist. Zusätzlich gibt es aber für Menschen, die mit Kindern arbeiten, ein Buch von Professor Theodor Hellbrügge, der an der Kinderklinik in München tätig war und auch dort und für das ganze Land die Kindesentwicklung aufgezeichnet und entsprechende Einrichtungen gegründet und betreut hat, um frühzeitig Entwicklungsstörungen und -verzögerungen bei Säuglingen und Kleinkindern erkennen und entsprechend behandeln und unterstützen zu können. Er hat mit seinem Team auch ein Buch herausgegeben (Die ersten 365 Tage im Leben eines Kindes), das mit vielen Bildern und kurzen Texten die einzelnen Abschnitte dokumentiert. Und dieses Buch dient mir neben meinen Erfahrungen als Grundlage. 

 

So, nun habe ich Euch den 5. Lebensmonat in seinen Grundzügen erzählt und nächsten Freitag geht es weiter.

Bis dahin ist aber erstmal Wochenende und wir lesen uns am Montag wieder zum Thema Ernährung. 

Da gehe ich dann mal wieder auf eine gute Zusammensetzung unseres Essens ein.

 

Habt ein schönes Wochenende und viele Grüße Martina

 

 

Die Infos zu den einzelnen Entwicklungsmonaten und -schritten habe ich aus dem Buch "Die ersten 365 Tage im Leben eines Kindes" von Theodor Hellbrügge

Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

Markelstr. 56,

12163 Berlin-Steglitz