Die Schulter

Guten Morgen, Ihr da draußen!

 

Es ist Mittwoch und in meinem Blog wieder Zeit für etwas zum Thema Körper - Haltung und Bewegung.

Und heute ist die Schulter dran! Ein großes, aber auch schwieriges Gelenk.

 

Warum?

 

Nun, eigentlich besteht die Schulter aus drei Gelenken. Dem Oberarmkopf in der Gelnekpfanne (= 1), dem Schulterdach, das aus einem Teil des Schulterblatts und einem Teil des Schlüsselbeins gebildet wird (=2) und dem Schlüsselbein-Brustbein-Gelenk - sitzt unter der Gurgel (=3).

 

Dies drei Anteile sind für die Beweglichkeit der Schulter verantwortlich - aber auch für die evtl. Unbeweglichkeit - und bieten auf einer größeren Fläche Möglichkeiten für Einschränkungen und somit Probleme der Schulter. D.h. also, wenn Du eine Schultereinschränkung hast, solltest Du bzw. der Arzt immer ALLE drei Anteile betrachten. Denn auch eine Verschiebung am Schlüsselbein-Brustbein-Gelenk kann Schwierigkeiten an der Schulter hervorrufen. Und daran denken leider nicht alle.

 

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der Oberarmkopf viermal so groß ist, wie die Pfanne, in der er sich bewegt. Ganz anders als am Hüftgelenk. Dort ist es ungefähr paßgenau.  

Diese Größendifferenz bietet sehr viel eher die Möglichkeit einer Luxation (Rausspringen des Kopfes aus der Pfanne). Logisch, wenn man es so betrachtet. Denn bei extremen Belastungen muß der Oberarmkopf über die umgebende Muskulatur gehalten werden. Und das ist dann nicht so einfach.

 

Als weiteres kommt hinzu, dass ein Teil der Bizepssehne (Oberarm- und Ellbogenbeuger) direkt durch das Gelenk läuft und bei ungünstiger Position dieses Gelenkes dauerhaft Druck und Reizung bekommt. Das hat dann eine Überempfindlichkeit und schließlich eine Schwellung der Sehne mit Schmerz zur Folge.

 

Noch ein Punkt ist an diesem Gelenk, dass es, weil es einen riesigen Bewegungsrahmen hat, eine ebenso große Gelenkkapsel braucht, die durch regelmäßige (tägliche) Maximalbewegung in einer gewissen Weite gehalten wird, so dass die Beweglichkeit möglich ist. 

Bewegen wir uns aber nicht regelmäßig maximal in diesem Gelenk, zieht sich die Kapsel Stück für Stück zusammen und hemmt damit auf Dauer die Bewegung. 

 

Jetzt fragen sich einige von Euch sicher, was die Maximalbewegung ist.

Ganz einfach! Den Arm ganz nach oben bewegen, z.B. wenn Ihr etwas von einem Schrank herunterholt. Oder auch nach hinten, sowohl oben (hinter den Kopf greifen) als auch unten (hinter den Rücken greifen), gleichzeitig mit beiden Händen greifen und bewegen.

Hört sich einfach an. Ist es auch! Doch wenn Ihr es eine Zeit lang nicht gemacht habt, geht es Schritt für Schritt minimal verloren, bis die Bewegung kaum noch möglich oder schmerzhaft ist.

Das Gleiche betrifft die Bewegung des Armes zur Seite, ohne die Schultern hochzuziehen. 

 

Ihr seht also, was für uns, solange es kein Problem gibt, ganz selbstverständlich ist, kann, wenn es das nicht mehr ist, ein großes Thema nach sich ziehen.

Und genauso ist es dann auch schwierig, wirklich genau zu ermitteln, woher das Problem kommt.

 

Also, was folgern wir daraus?

Immer schön die Arme bewegen in alle Richtungen. Und wenn es Schmerzen gibt, nicht zu lange warten mit dem Arztbesuch und trotzdem die Bewegung nicht allzusehr einzuschränken.

Und dann habe ich ja auf meinem Videoportal (im Abo) auch ein paar Videos, die die Beweglichkeit unterstützen.

 

Schaut Euch mal über die nächsten Tage Eure Bewegungen an und beobachtet, ob und wie Ihr sie ausführt - Thema Schultern weg von den Ohren.

 

Und somit wünsche ich Euch einen schönen Mittwoch und melde mich am Freitag wieder!

Liebe Grüße Martina

 

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Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

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